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Pressemitteilung vom 25.11.2009

Medienwerkstatt unterstützt "Stärken vor Ort"-Projekt in Hagenow

An zwei Wochenenden war die Medienwerkstatt Wismar mit dem Live-Studio in Hagenow zu Gast. Dazu schreibt die SVZ unter der Überschrift "Integration als Filmprojekt" am 23.11.09 im Hagenower Kreisblatt:

"HAGENOW - Sie heißen Olga, Tom, Diana und Jürn-Jakob, lernen am Gymnasium und an der Regionalschule in Hagenow und arbeiten mit anderen Jugendlichen an einem gemeinsamen Projekt: Es geht um die Position junger Aussiedler in der Bundesrepublik Deutschland und wie sie von Einheimischen wahrgenommen werden. "Die unterschiedliche Wahrnehmung des jeweils anderen soll in dem Projekt ,Fremdsein in Hagenow’ thematisiert und dokumentiert werden", war von Projektleiter Volker Oesterlin bei einer Stippvisite am Sonnabend zu hören.

Adressaten sind dabei etwa fünf bis sechs Aussiedler sowie eine gleiche Anzahl einheimischer deutscher Altersgenossen.

Unterstützt wird er dabei von Anna Imberkh und Rico Kuhles, beide sind Sozialpädagogen aus Rostock, Stefanie Kohlmann steht als Schulsozialarbeiterin am Gymnasium den Mädchen und Jungen bei diesem Projekt zur Seite. Die technische Leitung hat Thomas Gehnich vom Film-Büro Wismar.

Den jungen Menschen wird die Möglichkeit geboten, im Rahmen eines Video projekts über ihre Probleme speziell im Ausbildungs- bzw. Arbeitsbereich zu berichten und gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Dabei soll es nicht allein um die Bereiche Schule und Ausbildung gehen, sondern auch um den ganz normalen Alltag: Familienleben, Freizeit, Freundschaften.

Anhand von fachlich geleiteten Rollenspielen und Talkshows, die per Video aufgezeichnet werden, erhalten die jungen Menschen die Gelegenheit, in einem neutralen Umfeld und in Abwesenheit gewohnter erwachsener Autoritäten die ihnen wichtig erscheinenden Situationen spielerisch darzustellen und auszuwerten: Probleme in der Schule, Schwierigkeiten im Umgang mit neuen Freunden, Vorstellungsgespräch, Verhältnis zu Kollegen und Vorgesetzten.

Dabei wird ein besonderer Spannungs- und Lösungsbogen dadurch erzeugt, dass die jungen Teilnehmer auch die Positionen eines Mitglieds der jeweils anderen Gruppe einnehmen und darstellen und damit die Notwendigkeit der konstruktiven Kommunikation untereinander gefordert und gefördert wird. Die jungen Menschen werden nicht nur als Laiendarsteller fungieren. Sie stehen selbst hinter den Kameras, arbeiten am Mischpult und sind für die Tonaufnahmen verantwortlich.

Das Projekt wird vom Oktober bis Dezember realisiert. Die Dreharbeiten finden jeweils an den Wochenenden statt. Die gesamte Studioarbeit wird im Gymnasium aufgezeichnet und als DVD zur nachhaltigen Nutzung in einschlägigen Einrichtungen vorgehalten.

Weiterer Kooperationspartner neben dem Filmbüro MV Wismar und dem Robert-Stock-Gymnasium ist die Hagenower Aussiedler Initiative (HAI). Finanziert wird das Projekt im Rahmen des Programms "Stärken vor Ort" über das Bundesministerium für Familie Senioren und Jugend aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds." Michael Seifert








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Studioatmospäre im Atrium des Hagenower Gymnasiums